Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP)

Wenn du HIV-negativ bist, könnte für dich auch eine sogenannte Prä-Expositionsprophylaxe (PrEP) in Frage kommen. Sie ist jedoch kein Ersatz für Safer Sex, denn anders als Kondome schützt eine PrEP nicht vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI). Außerdem kann sie teils ernste Nebenwirkungen auslösen, die jedoch oft nicht gleich spürbar sind. Daher sollte die PrEP nur unter ärztlicher Betreuung erfolgen. Frage dazu am besten bei einer spezialisierten Ärztin oder einem spezialisierten Arzt nach.

Die PrEP ist übrigens nicht zu verwechseln mit der Notfallbehandlung nach einer Risikosituation, der sogenannten Post-Expositionsprophylaxe, kurz PEP. Die PEP kann das Infektionsrisiko nach einer Risikosituation senken. Wenn du also ein hohes HIV-Ansteckungsrisiko eingegangen bist, wende dich sehr zeitnah – am besten sofort – an eine Beratungsstelle, eine spezialisierte Arztpraxis oder eine Klinik und lass dich zum Thema PEP beraten. Hier findest du Klinken, die eine PEP anbieten: https://www.aidshilfe.de/PEP

Post-Expositions-Prophylaxe (PEP)

Wenn beim Sex mal etwas schiefgeht, kann – neben den üblichen Sofortmaßnahmen – in ganz bestimmten Situationen auch eine sogenannte Post-Expositions-Prophylaxe, kurz PEP, sinnvoll sein. In Notfällen kann man durch sie die Wahrscheinlichkeit für eine Ansteckung mit HIV deutlich verringern.  

Bei einer PEP werden über einen Zeitraum von etwa 4 Wochen spezielle Medikamente eingenommen, um nach einem Risikokontakt eine Ansteckung mit HIV zu verhindern. In den meisten Fällen gelingt dies – hundertprozentige Sicherheit gibt die PEP jedoch nicht.  
Ob eine PEP für dich in Frage kommt, muss eine Ärztin oder ein Arzt entscheiden. Grundsätzlich ist die PEP jedoch nur in ganz bestimmten Situationen sinnvoll – zum Beispiel wenn beim Sex mit einem HIV-positiven Menschen das Kondom reißt. In einem solchen Fall sollte man schnell handeln und nach einer entsprechenden Beratung zeitnah – möglichst innerhalb von 24 Stunden – mit der PEP beginnen.  

Bitte beachte: Die PEP ist eine aufwendige medizinische Behandlung, die nur für Ausnahmesituationen gedacht ist. Sie ist kein Ersatz für Kondome! Falls allerdings wirklich das Risiko besteht, dass du dich mit HIV infiziert hast, werden die Kosten für die PEP von den Krankenversicherungen übernommen.  

Hier findest du Klinken, die eine PEP anbieten: https://www.aidshilfe.de/PEP

Quelle und weitere Informationen:
https://www.liebesleben.de
https://www.aidshilfe.de/